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MobitagMobitag9.4.: Mobilitätstraining für Menschen mit und ohne Behinderung: RegioBus hatte erstmals auf dem Parkplatz am Gymnasium von 13-17 Uhr zu einem Mobilitätstraining eingeladen, unterstützt durch die Behindertenbeauftragte der Region, Renate Conrads und auch den Behindertenbeirat der Gemeinde sowie den Arbeitskreis Inklusion. Insgesamt etwa 50 insbesonders ältere Personen haben die Gelegenheit wahrgenommen, entweder mit eigenem "Gefährt" oder Leih-Rollstuhl oder Rollator  den aufgebauten Hindernisparcour und das Hereinfahren in den Bus und wieder Herausfahren zu trainieren. Die Mitarbeiter von RegioBus zeigten alle Hilfe-Möglichkeiten, um diesem Personenkreis die Angst vor der Nutzung eines Busses aufgrund der eigenen Behinderung zu nehmen. Die Firma Meldau hatte einen Hol- und Bringdienst zum Fritz-Sennheiser-Platz eingerichtet für diejenigen, die keine eigene Anfahrmöglichkeit hatten. Die Firma Caremarkt aus Mellendorf zeigte ihr Sortiment für Handikap-Menschen und der Sozialverband hatte ein Zelt aufgebaut, bot Kalt-Getränke sowie Kaffee und Kuchen und reichlich Sitzmöglichkeiten. So konnten sich die Besucher der Veranstaltung bei strahlendem Sonnenschein -schon fast zu warm- gegenseitig nicht nur kennenlernen, sondern auch regen Gedankenaustausch treiben. RegioBus wird diese Art der Veranstaltung in 5 Gemeinden umschichtig durchführen, so dass in der Wedemark  auch in Zukunft jedes zweite Jahr ein Mobilitätstag stattfindet. Hier eine Bilderserie vom Mobilitätstraining

Hoppenstedt12.3.2015: 7.Sitzung des Behindertenbeirats: Renate Löhr begrüßte  um 19 Uhr die Anwesenden, vor allem Dr.Hendrik Hoppenstedt, der sich vor Ort ein Bild verschaffen wollte, welche Sorgen einen Behindertenbeirat umtreiben, denn in seiner Heimatstadt Burgwedel gibt es keinen Behindertenbeirat. So wurden die Standard-Tagesordnungspunkte bis zu den Mitteilungen der Vorsitzenden schnell abgearbeitet. Hier konnte Löhr berichten, dass sie zusammen mit Heike Hüper 2 Tage im Regionshaus an einem Symposium über barrierefreies Bauen teilgenommen hat und brachte viele Erkenntnisse daraus mit, u.a. das Recht auf Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen. Unter TOP5 -Mitteilung der Verwaltung- konnte Eike Erdmann nurmitteilen, dass die ehemaligen Stellvertreter im Beirat, Joachim Brandt und Matthias Böttcher, ihr Amt niedergelegt haben, weil sie die Satzung des BHB nicht akzeptieren konnten. Weiterhin wurde mitgeteilt, dass es aktuell 35 Bewerber für das Amt der/des Gleichstellungsbeauftragten gibt, davon 34 weibliche und eine männliche Bewerbung.
Unter TOP6 stellte sich Hoppenstedt vor und sagte, dass er mit Interesse die Gründung des BHB hier in der Wedemark verfolgt habe, erzählte etwas über Berlin und hörte sich dann die vielen Sachinformationen und Fragen der Beiratsmitglieder an. Es zeigte sich, und er bekräftigte das auch, dass er meilenweit weg sei von der intimen Kenntnis der Probleme, die er hier angetragen bekam. Er ging direkt auf die Fragen der Mitglieder ein, machte sich viele Notizen, die er versuchen will, in Berlin zu klären. Sodann berichtete er, dass in den Koalitionsverträgen auch ein "Bundes-Teilhabe-Gesetz" vorgesehen sei, was langsam mal auf den Weg gebracht werden müsse, was aber in Details mit dem Eingliederungshilfe-Gesetz kollidiere.
Unter TOP 7 stellte Klaus Makowka statistisches Material zur Situation von Menschen mit Behinderungen in der Wedemark vor, die vom statistischen Landesamt eingeholt waren. Wer weiß schon, dass es insgesamt 4300 Menschen mit Behinderungen in der Wedemark bei einer Bevölkerung von rund 30.000 Einwohnern gibt? Das sind 15%! Die Mitglieder bekamen eine dezidierte Aufstellung nach Art und schwere der Behinderung, eine hilfreiche Unterlage.
Weil die Zeit schon lange die angepeilte Sitzungszeit von 2 Stunden überschritten hatte, wurden einige TOPs auf eine spätere Sitzung verschoben und Monika Blinne berichtete nur noch über den Sachstand für den Tag der offenen Türe am 31.5. beim MTV Mellendorf, wo in einer Aktion von 12-15 Uhr der Versuch gezeigt werden soll, wie Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam Sportarten unterschiedlicher Art betreiben können. Sie hatte dazu auch ein Symposium "Teilhabe im Sport" besucht, worüber sie berichtete. Zu der Aktion beim MTV wird derzeit noch ein Faltblatt und ein Fragebogen kreiert, der dann beim MTV und anderen Vereinen ausgelegt wird, um die Meinung der Bevölkerung zu diesem Experiment zu erkunden.

Conrad6.11.: 5.Sitzung des Behindertenbeirats im Bürgerhaus: Zwei Tagesordnungspunkte waren besonders wichtig, die Vorstellung und der Gedankenaustausch mit Renate Conrad, der Behindertenbeauftragten der Region Hannover, und der Vortrag von Martin Malau von der Pestalozzistiftung zum Thema "Aktivitäten zur Inklusion am Arbeitsmarkt". Beide Referenten hatten so viel zu sagen, dass es kaum möglich ist, alle Ideen sowie Fragen und Gegenfragen hier zu behandeln. Renate Conrad (59), selbst schwerbehindert, beschreibt in ihrer Vorstellung ihr bisheriges Leben und was sie heute als "allein-Arbeiterin" im Regionsforum Menschen mit Behinderungen alles macht. Conrad zeigte sich kämpferisch, hatte viele Ideen in ihrer Pipeline, besonders das Thema "Barrierefreiheit im öffentlichen Straßenraum" und natürlich auf Regionsebene unser Wedemärker Dauerthema "Barrierefreie und zugleich bezahlbare Wohnungen", wozu die Region ein Projekt aufgelegt habe. Ihr Credo "Sensibilisieren und Aufklären"  und nachdem Gabriele Wolff beiläufig geäußert hatte, sie fühle sich als "Klofrau der Wedemark", weil alles bei ihr abgelegt würde, musste Conrad lauthals lachen und sagte mit deutlicher Stimme "da fühle ich mich ebenso als Klofrau der Region".  Conrad ist seit Dezember 2013 im Amt und hat stark mit Karl Finke, dem Schwerbehinderten-Beauftragten des Landes Niedersachsen kommuniziert, der nun mit 67 im Dezember in den Ruhestand geht. Ein(e) Nachfolger(in) ist noch nicht benannt. Conrad ist eine außerordentlich charmante Kämpferin  für Menschen mit Behinderungen, leider fehlen auch hier die Lobbyisten.
Unter TOP7 stellte Martin Malau von der Pestalozzistiftung das Thema "Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen" vor mit dem Untertitel "was behindert und was ermöglicht die Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsmarkt?" Auch aus den Reihen der Anwesenden kamen dann die Hinweise, dass Arbeitgeber bei gleichen oder sogar höheren Quaklifikationen eine Einstellung abwürgen, weil sie befürchten, dass diese Arbeitskräfte häufiger oder sogar ständig von Ausfall bedroht sind und damit ein kontinuirerliches Arbeiten nicht möglich ist. In unserer Gemeinde sind 127 Menschen mit schweren Behinderungen in Betrieben gemeldet. Ein sehr ernstes Problem ist die Akzeptanz der Arbeitskollegen, die in manchen Betrieben vorbildlich ist, in anderen Betrieben weniger, da die Vorbereitung durch den Arbeitgeber, dass ein schwerbehinderter Mitarbeiter demnächst tätig wird, äußerst unbefriedigend ist und es daher dann zu "Reibungsverlusten" innerhalb der Belegschaft führt. Das Thema ist sehr komplex und daher nicht annähernd hier wieder zu geben. Für seine umfangreiche Aufbereitung bekam Malau einen starken Applaus. Fazit und Beschluss des Behindertenbeirats: Mit dem Wirtschaftsförderer Carsten Niemann soll ein Treffen vereinbart werden, welches zum Ziele haben soll, die Unternehmen der Wedemark an einen runden Tisch zu bringen, um sie zu motiviweren, Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt zu bringen. Conrad und Malau wurden mit Blumenstäußen zum Dank verabschiedet.

NDRNDRNDRNDR21.10.: Wichtiger Öffentlichkeitstag des Behindertenbeirates: Der NDR1-Niedersachsen war mit seiner Sendung "Jetzt reicht´s" heute im Bürgerhaus, um das heiße Thema "barrierefreie Arztpraxen mit Kassenzulassung" mit Geladenen und Gästen aus dem Publikum zu diskutieren. Hans-Jürgen Otte, der diese Sendung seit Jahren moderiert, war ganz angetan von unserem Bürgerhaus, wie er mir sagte. Geladene Podiumsteilnehmer waren Dr. Elbert, Augenarzt aus Mellendorf - Dr.Bernhard Specker, der Gerschäftsführer der KVN und Gabriele Wolff vom Behindertenbeirat. Leider war die ebenfalls geladene Augenärztin Mara Borovsky, um die es letzlich ging mit dem Thema "Kassenzulassungen", verhindert gewesen. Besonders enttäuschend war die Tatsache, dass sich kein Vertreter der Krankenkassen getraut hatte, an dieser Diskussion teilzunehmen.So begrüßte pünktlich Renate Löhr alle Anwesenden und das NDR-Team, welches bereits seit 2 Stunden am Aufbau gewerkelt hatte. Dann übernahm Moderator Otte die Führung, nachdem zuerst die Leitmusik von "jetzt reicht´s" eingespielt worden war, übrigens auch immer zwischendurch mal. Die Fragestellungen wechselten zwischen Moderator, Wolff und Publikumsfragen hin und her und die beiden Podiumsgäste Dr. Elbert und vor allem Dr. Specker mussten antworten. Fazit vorweg: Der Mann, um den es ging, Dr.Specker als Vertreter der KVN, wand sich aus allen Fragen heraus und blieb immer wieder bei dem Hinweis, dass die Region mit 116% überversorgt sei und den Patienten durchaus Wege bis zu 20 km zugemutet werden könnten. Auf die von einigen Gästen angesprochene UN-Konvention für Behinderte bezüglich der Zumutbarkeit solcher Wege blieb er hart. Den Hinweis auf die Möglichkeit einer Sonderzulassung, auf die auch die neue Burgwedeler Augenärztin, die im Publikum saß, hofft, ließ er nichtssagend an sich abtropfen. Auch Bürgermeister Zychlinski wurde interviewt und befragt zu dem relevanten Thema. Natürlich konnte er nur darauf verweisen, dass es zwar wünschenswert sei, wenn Wedemärker Bürger hier behandelt werden könnten, aber in die Selbstverwaltung der Kassen könne eine Gemeinde nicht eingreifen. Und für die Praxisausgestaltung müsse auch jeder Arzt selbst aufkommen. Um 19 Uhr ertönte sozusagen der "Schlussgong", obwohl noch viele Fragesteller nicht zu Wort gekommen waren. Insgesamt etwa 50 Besucher konnten gezählt werden, wobei das Thema "barrierefreie Arztpraxen (mit Kassenzulassung)" bei steigendem Alter für jeden relevant ist, für den einen früher, für den anderen später. Mehr Besucher wären wünschenswert gewesen. Hier eine kleine Bilderserie

BBR10.9.: Sitzung des Behindertenbeirates (BHB) mit allen Haupt- und stellvertretenden Mitgliedern und Beistzern im Bürgerhaus: Nach Fragestunde für Bürger und den festgeschriebenen TOP 1-3 kam Vorsitzenden Renate Löhr zu ihren Mitteilungen: Leider ist auch diesem Gremium in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat nicht gelungen, ein positives Gesprächsergebnis mit der Kassenärztlichen Vereinigung in Bezug auf die Zulassung einer mustergültigen Augenarztpraxis für Menschen mit Behinderungen zu generieren. Es wird rundherum alles abgelehnt. Daher wird nun auf Vorschlag von Klaus Makowka erwogen, die Öffentlichkeit über den Rundfunk "Radio Niedersachsen" bei NDR einzuschalten. Bei der nächsten BHB-Sitzung am 6.11. ist als Gast Renate Konrad als Regions-Behinderten-Beauftragte eingeladen worden. Gabriele Wolff berichtete über ein Gespräch zusammen mit Löhr im Bauamt über Nutzungsmöglichkeiten von Räumen, u.a. auch für den BHB, im irgendwann einmal sanierten Amtshaus. Durch die enormen Kosten der Sanierung müssen Räume im OG als Wohnräume vermietet werden und damit dürften im Erdgeschoss neben dem "gesetzten" Standesamt fast keine weiteren Gemeinschaftsräume mehr zur Verfügung stehen. Das ist der Gemeinde auch klar, zumal im Haus "Am Sande" auch der Zug abgefahren ist aufgrund nachbarlicher Einsprüche, und daher sucht man in der Verwaltung nach einem "Multifunktionshaus" für alle Gruppen. Bei den Mitteilungen der Verwaltung wurde auf den Einbau eine "Euro-Schlosses" für das Behinderten-WC hingewiesen, welches bisher von jedermann benutzt wurde und nun dadurch nur für die Leute nutzbar ist, die im Besitz eines Euro-Schlüssels sind. Den können Berechtigte bei der Firma CBF in Darmstadt unter Beifügung ihres Behindertenausweises mit den notwendigenSpezifikationen anfordern und sind damit Europaweit in der Lage, Behinderten-Toiletten aufzuschließen. Mona Achterberg hatte dann noch eine Fragenbox vorgestellt, die in Kartenform Fragen bei Gesprächsrunden zum Thema Inklusion beinhalten. Man ist aber auch in der Lage, selbstverfasste Fragen dazulegen zu können. Die Fragenbox wird an jedermann ausgeliehen. Außerdem konnte sie den Wunsch vom Kinderpflegeheim Mellendorf vortragen, mehr in den kulturellen Bereich einbezogen werden zu wollen.
Dann ging die Tagesordnung weiter mit der Verabschiedung von Benny Drescher aus dem Gremium und der Verpflichtung von Joachim Brandt. Der Antrag auf Bildung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe mit dem Seniorenbeirat für künftige allgemeine Baumaßnahmen in der Gemeinde Wedemark mit dem Ziel, bezahlbare barrierefreie Wohnungen für Ältere in der Größe von um die 70-80m² zu bekommen wurde einstimmig angenommen. Monika Blinne berichtete von den Besprechungen mit dem MTV Mellendorf über die Entwicklung eines behindertengerechten Sportangebotes. Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen soll bei der nächsten Sitzung Herr Mahlau von der Pestalozzistiftung aufzeigen. Ein wichtiges Punkt war dann die Diskussion mit Antrag über künftige Haushaltmittel für den BHB. Der Auftrag, eine Studie über die Lebensqualitäten von Menschen mit Behinderungen in der Wedemark zu erstellen, wurde verworfen, weil zu früh in diesem Stadium, wo der BHB erst seit diesem Frühjahr überhaupt tätig ist. Zuletzt wurde über die Teilnahme am "Selbsthilfetag" am 22.11. im Bürgerhaus und die Teilnahme am "Welt-Behindertentag" am 4.12. abgestimmt (der eigentliche Tag ist der 3.12., aber der engagierte Künstler kann nur am 4.12. im Bürgerhaus auftreten). Renate Löhr konnte dann exakt nach 2 Stunden das Auditorium auflösen und nach Hause schicken.

BBR5.6.: 3.Sitzung des Behindertenbeirates im Bürgerhaus: Renate Löhr als Vorsitzende eröffnete die Sitzung ganz unprogrammgemäß mit dem Hinweis, dass die Tagesordnung geändert werden müsse, da einer der eingeladenen Referenten zu TOP 6 -Planung einer Studie- schnellstmöglich wieder wegen Babybetreuung nach Hause müsse. Zuerst stellte daher Rolf Reupke vom Seniorenbeirat die 2008 gemachte Studie "Lebensbedingungen der Senioren in der Wedemark" vor und wie diese Studie mit den vorher entwickelten Zielen aufgebaut war und dann umgesetzt wurde. In der Folge referierte dann Ingemar Becker (Gemeinderat Grüne) über die Art der Abwicklung, da er seinerzeit maßgeblich an der Ausarbeitung und Auswertung der Studie beteiligt war.Zuletzt beleuchtete Klaus Makowka (stv.Beh-Beiratsmitglied) aus Sicht seiner ehemaligen Tätigkeit im öff. Finanzdienstleistungsbereich mit vielen ähnlichen Studien das Herangehen und auch die anfallenden Kosten.
Nach diesen drei Rednern zu TOP 6 konnte Löhr die Referenten mit Dank und Blumenstrauß "entlassen" und es konnte mit der förmlichen Tagesordnung weitergehen. Unter die Mitteilungen der Vorsitzenden fiel der Hinweis, dass im Oktober in Bad Bevensen eine Klausurtagung stattfinden solle, damit sich die festen und stellvertretenden Mitglieder des BHBR zusammen mit den bisherigen Arbeitskreis-Mitgliedern einmal besser kennenlernen sollen. Monika Blinne hatte für den Beirat mal das neue Sportzentrum besucht und von Günter Stechmann (MTV-Vors.) eine Führung erhalten. Sie konnte berichten, dass die neue Sportanlage und seine Einrichtungen alle aufs Beste auch für Menschen mit Behinderungen ausgelegt sind. Stechmann ist bereit, bei ausreichendem Interesse auch weitere Behindertengruppen einzurichten, sofern bisherige diesen Bedarf noch nicht abdecken.
Bei der Aussprache über den Punkt 6 mit den Vorträgen der oben erwähnten Referenten stellte man allgemein fest, dass man da wohl etwas blauäugig herangegangen war und will dieses Thema vorerst zurückstellen. Wörtlich sagte Löhr nach Verinnerlichung des Vorgetragenen "wem nützt es"  und "wollen wir das am Ende überhaupt?" Und sie stellte die Frage: Welche Visionen haben wir, um alle Menschen mit Behinderungen erreichen zu wollen??
Ein auf Priorität 1 gestellter Punkt auch des Seniorenbeirates betraf ebenfalls den BHBR: Es liegt eine ellenlange Liste von Bewerbungen vor für bezahlbare Wohnungen in der Größenordnung um 70m². Hier marschieren Seniorenbeirat und BHBR gemeinsam und wollen mit der Kreissiedlungsgesellschaft, die das Gelände Stargarder Straße von der Gemeinde gekauft hat, über Änderungen der Wohnungszuschnitte im Sinne der beiden Beiräte verhandeln. Insgesamt soll eine Arbeitsgemeinschaft "Wohnungen" gebildet werden aus Vertretern des BHBR, des Seniorenbeirates und einer Verwaltungsperson.
Ebenfalls wurde ein gemeinsamer Brief an die Kassenärztliche Zulassungsstelle vorgestellt mit dem Ziel, die augenärztliche Versorgung für gesetzlich Versicherte besser zu stellen. Die Augenarztpraxis in Mellendorf ist für Handycaps nicht zu erreichen (1.Etage, kein Fahrstuhl), zumal sie auch keine Behinderten-Toilette hat. Dagegen ist die bisher ausschließlich Privatversicherten vorbehaltene Augenarzt-Praxis in Bissendorf in jeder Hinsicht vorbildlich und daher wird von beiden Beiräten gefordert, die Kassenzulassung zu erteilen.
Bei der nächsten Sitzung soll Martin Mahlau von der Pestalozzi-Stiftung eingeladen werden und etwas zum Thema "Situation behinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt" sagen.
Bevor Löhr die Sitzung nach knapp 2,5 Stunden schließen konnte, wies sie noch einmal darauf hin, dass die Berlin-Fahrt zum Bundestag am 26.9. noch immer vakant ist und man dringend auf Anmeldungen wartet, da ansonsten der Zuschlag an eine andere Gruppe gehen könnte, die sich ebenfalls für eine Berlin-Fahrt bei Caren Marks gemeldet hatte.

Sitzung1Sitzung15.3.: 1.Sitzung des neu gewählten Behindertenbeirates: Pünktlich um 19:30 konnte der neue Bürgermeister Helge Zychlinski sechs der sieben ordentlichen Mitglieder (Heike Hüper kam entschuldigt später) sowie alle Vertreter(innen) begrüßen und er bat direkt mit der Begrüßung darum, dass alle Mitglieder sich bitte an der Sitzungstisch begeben mögen und nicht nur die ordentlichen Mitglieder. Diese und die künftigen Sitzungen werden nicht so schnell und zügig ablaufen, wie man das von Rats-und Ausschusssitzungen kennt, weil Renate Löhr nur etwas hören kann, wenn der jeweilige "Sprecher" den Sender in der Hand hat, damit Löhr über den Empfänger etwas hören kann. So hatte Anke Jürgensen ein gehöriges Laufpensum zu absolvieren, um den "Knochen" jeweils rumzutragen. Nachdem so die Eröffnung und Begrüßung und anschließend die Tagesordnung abgewickelt waren, wurden alle Beiratsmitglieder ( 7 + 7 Stellvertreter) offiziell verpflichtet und eine Pflichtenbelehrung durch den Bürgermeister vorgenommen, die jeder mit seiner Unterschrift bestätigen musste. TOP 4 bis 6 waren dann schon schwieriger, obwohl intern schon der Wahlvorschlag " Löhr" als Vorsitzende eigentlich ein Selbstläufer war, aber schon bei der Wahl der/des Stellvertreters wurde es dünn. Außer Christina Seitz winkten alle ab, was den Berichterstatter -selbst im Seniorenbeirat- zu der Überlegung brachte, ob wirklich alle vorher gewusst haben, dass und welche Arbeit auf sie zukommt oder ob es nur ein Bauchgefühl war, in dem Gremium mitmachen zu wollen, eben einfach nur, um dabei zu sein. Die wenigen, die sich über 3 Jahre im Arbeitskreis Menschen mit Behinderungen  schon kennen gelernt hatten und die Motoren für den Behindertenbeirat bildeten, denen war und ist klar, was auf sie zukommt, aber dem Betrachter schien das nicht bei allen der Fall zu sein, sonst wäre nicht so langatmig über z.B. die erste Zeitstrecke eines Vorstandes diskutiert worden, bis Ende Juli oder doch ein paar Tage mehr? Am Ende kam -vorgezogen- der Vorschlag, dass unter TOP 7 beim Erlass einer Geschäftsordnung (die als Vorschlag der Verwaltung zum Durcharbeiten jeder mit nach Hause nehmen konnte) auch die "Arbeitszeit" des Vorstandes in eben dieser Geschäftsordnung fixiert werden sollte. Zurück zu TOP 5: Christina Seitz wurde als stellvertretende Vorsitzende bis auf Weiteres und als Geschäftsführer Benny Drescher gewählt. TOP 8 - Wahl der Personen, die in den Ausschüssen vertreten sein sollen (+ Stellvertreter) zeigte ebenfalls das oben beschriebene Personalproblem. Daher wurde der externe Vorschlag aufgegriffen, bei der nächsten Sitzung des Ausschusses Planen und Bauen am 17.März  als Kiebitz dabei zu sein, um zu sehen, was zu tun ist, wenn man in diesem und weiteren Ausschüssen vertreten sein will. Auch der nächste Sitzungstermin konnte nicht verbindlich festgelegt werden, daher  wurde "Ende März" angepeilt. Für die Zuhörer waren manche Beiträge der Beiratsmitglieder nicht zu verstehen, da so leise wie im häuslichen Wohnzimmer gesprochen wurde. Da muss ein Verwaltungsmitarbeiter bei der nächsten Sitzung eine Einweisung in die Mikrofonbenutzung sicherstellen, ohne eine Übersteuerung des Löhrschen Ohr-Verstärkers zu verursachen. Aber bei einer öffentlichen Veranstaltung wollen die Zuhörer auch mitbekommen, was be- und gesprochen wird.